Dienstag, 8. Juni 2010

Challenge Kraichgau: Bester Amateur 14. Platz overall




Mein erster Test für die Saison 2010 verlief beinahe optimal.
Beim Schwimmen habe ich gar nicht so viel verloren auf die besten. Normann und Rudger Beke waren nur eine Minute oder weniger schneller.
Der Wechsel auf's Rad war viel zu langsam. Da macht sich bemerkbar, dass ich keine Kurzdistanzen mit schnellen Wechseln mehr mache. Ich habe viel zu lang gebraucht den Neo auszuziehen. Außerdem brachte ich meine Gels vom Wechselsack nicht in meine Taschen hinten im Trikot. Dort habe ich mindestens 20 - 30 Sekunden kaputt gemacht. Das nächste mal (Ironman Frankfurt) kommt die Verpflegung direkt ans Rad. Das kostet überhaupt keine Zeit.
Auf dem Rad habe ich eher ruhig angefangen. Immer schön unter 80 % der maximalen Herzfrequenz bleiben. Am Anfang habe ich nur überholt bis zwei Radfahrer von hinten kamen. Da habe ich mich dann drangehängt immer schön im 10 m Abstand. Am Berg war ich klar stärker. Aber die Typen haben sich dann im Flachen immer nach vorne gedrückt. Also gut habe ich sie eine Weile fahren lassen bis sie sich ausgetobt hatten. Auf den letzten Kilometern ab dem Anstieg nach Eichelberg waren sie dann alle weg. Ich war dann allein auf weiter Flur. Vor mir war nur Normann allein, danach zwei größere Gruppen. Mit einem schnelleren Schwimm- Rad-Wechsel hätte ich vielleicht eine Gruppe erwischt. Dann wäre das Radeln sicher schneller gegangen. Aber so habe ich mein Tempo genau kontrollieren können. Ein guter Test für Frankfurt. An der Zeitmessung Schindelberg erreichte ich die 8. Zeit, obwohl ich ohne Ambitionen den Berg hoch gefahren bin. Nur 10 Sekunden langsamer als Normann. Das kann sich doch sehen lassen. Ich war immer schon ein Bergfahrer! Eigentlich hätte ich Radfahrer werden sollen. Ich bin genauso groß und schwer wie Alberto Contador und Alejandro Valverde. Aber nicht so gedopt! Die körperlichen Vorausetzungen hätte ich jedenfalls gehabt für die großen Rundfahrten.
Ich wechselte als 19. vom Rad. Das Feeling war erstaunlich gut. So gut habe ich mich selten gefühlt bei einer Mittelstrecke.
Das Laufen ging richtig gut. Der erste Kilometer bergab mit etwas Verspätung auf die Uhr gedrückt 3:06 min. Da musste ich aufpassen. Nicht überzocken wie letztes Jahr. Aber dieses Jahr lief es viel besser mit der Ernährung auf dem Rad. Zwei Flaschen Maltodextrin 60 g auf 0,75 l mit Elotrans für die Elektrolyte, dazu zwei Powergels mit 400 ml Wasser. Genau nach Plan. Zur Sicherheit hatte ich noch einen kleinen Salt Stick mit 3 Tabletten dabei. Den brauchte ich aber gar nicht. Keine Spur von Krämpfen. Mein größtes Problem von letztem Jahr trat zum Glück nicht auf.
Der Kilometerschnitt pendelte sich ein auf 3:30 bis 4:01 je nach Gelände und Verpflegungsaufnahme. Das war genial! Ich konnte sehen, dass selbst Normann und andere Profis mir keine Zeit abnahmen. Ich traf sie in der zweiten Runde genau an derselben Stelle wie in der ersten Runde. Ich hatte mir vorgenommen die ersten beiden Runden kontrolliert zu laufen und erst in der letzten Runde Vollgas zu geben. Das klappte auch ganz gut nur, dass die Kilometerzeiten in der letzten Runde nicht besser wurden als in den ersten beiden Runden. Einen negativen Split bei einer Mitteldistanz zu laufen ist doch sehr schwierig, wenn die Müdigkeit einsetzt. Trotzdem konnte ich noch ein paar Profis und meinen Kollegen Christian Müller einholen. Christian war ja als 32. bester Amateur auf Hawaii beim Ironman.
Am Ende lief ich glücklich als 14. über die Ziellinie. Knapp hinter Luke Dragstra. Den hätte ich ohne meinen verpatzten Wechsel vielleicht auch noch gepackt. Gegen Luke bin ich schon 1999 in den USA gestartet. Wir hatten immer gute Duelle. Diesmal war er außer Reichweite, aber nur knapp.
Fazit: toller Wettkampf, alle Ziele erreicht, M 40 gewonnen, wieder etwas dazugelernt für den Wechsel.
Danke auch an die Organisation, die eine ausgezeichnete Qualität abgeliefert hat. Für die Zuschauer war der Wettkampf auch bestens, weil für sie Schattenplätze, Toilletten und Bewirtung vorhanden sind. ( rund 80 km nördlich in einer Metropole können die Zuschauer nicht auf's Häusle)

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