Montag, 6. Juni 2011

Fast Bergkönig im Kraichgau!

Jetzt bin ich doch fast Bergkönig beim Kraichgau Triathlon geworden! Das hätte ich nie gedacht, dass ich alle Profis bis auf einen bei der Zeitnahme den Schindelberg hinauf abgehängt habe. Ich muss zugeben, ich habe auch ein bisschen Gas gegeben, weil ich bis dahin eher zurückhaltend gefahren bin. Es lief gerade so schön.

Nur François Chabaud war schneller als ich. Sebastian Kienle war 4 Sekunden langsamer und Andreas Raelert sogar 19 Sekunden.
Kurz vor dem 2. Wechsel
In der Gesamtwertung der Challenge bin ich elfter geworden. Das ist wieder eine Steigerung gegenüber letztem Jahr. Meine Altersklasse habe ich klar gewonnen. Mit dem Wettkampf kann ich voll zufrieden sein.
Beim Schwimmen hatte ich zum ersten Mal meinen neuen Aquaman ART Neopren an.
So ausgeruht bin ich noch nie über die Schwimmdistanz gekommen, der neue Anzug hat eine super Wasserlage. Immer schön lang gleiten und im Wasserschatten bleiben. Der Rückstand war genau im Soll.ca. 2 min. Der Wechsel klappte dieses Jahr auch sehr schnell. Ich war wieder bei den schnellsten Wechselzeiten dabei. Meinen Pulsmesser hatte ich dieses Mal absichtlich nicht dabei. Ich wollte voll nach Gefühl fahren. Am Anfang wird ja immer auf der flachen Strecke bis Östringen gebolzt und es kommen von hinten Drücker an. Aber das kennen wir ja. Ich rollte also locker mit und überholte selber auch viele gleich auf den ersten 10 km. Wenn die Berge anfangen merkt man gleich, wenn einer sich schon unten rein mächtig ins Zeug legt, dass das meistens bis oben nicht reicht. Am besten ist es ganz oben, wenn es schon wieder flacher wird, noch einmal zu beschleunigen und man hat seine Gegner abgehängt.
Ich kämpfte mich also Platz um Platz nach vorne und war dann bald so um Platz 20 bis ich auf eine Gruppe auffuhr, die mir schnell genug vorkam. Ich hätte meistens auch ein bisschen schneller fahren können, aber das bringt nichts, wenn man dann gleich wieder überholt wird und dann Stress mit den Wettkampfrichtern bekommt, weil der Überhohler direkt vor einem wieder einschert. Hinter Zaisenhausen kam mein Kollege Christian Müller von hinten an. Er ist ja kein schlechter Radfahren. An ihm sollte ich dranbleiben. Er hat auch ein Wattmessgerät am Rad, da wird er sich die Kraft gut einteilen. Es hat richtig Spaß gemacht, mit ihm über die Strecke zu jagen. Mein Rad lief hervorragend, an vielen Stellen musste ich gar nicht treten und war dennoch genauso schnell wie die Fahrer vor mir. Natürlich ohne Windschatten!
Erst auf den letzten Steigungen vor Tiefenbach, nach Eichelberg und die Zeitnahme nach Schindelberg habe ich es richtig krachen lassen.
Der Wechsel zum Laufen war richtig schnell und gleich auf den ersten Metern konnte ich, diejenigen die mit mir gewechselt sind abhängen. Ich war nun auf dem 14.Platz mit Tendenz nach vorne. Die ganzen Profis waren gar nicht weit weg. Die ersten beiden Laufrunden konnte ich wunderbar leicht und flüssig laufen. Ich kam sogar an Luke Dragsta und Jimmy Johnsen vorbei bis auf Platz 9.
An den Verpflegungstellen nahm ich immer einen Becher Iso. Doch zwei Mal verpasste ich in der Hektik meinen Becher und vielleicht hätte ich auch mehr als ein Gel nehmen sollen. Doch die letzten 5 km merkte ich die Ermüdung in meinen Beinen.
Da war kein Power mehr drin. Jimmy und Luke gingen wieder an mir vorbei. Mit zwei Gels rettete ich mich bis ins Ziel. Mit 1:20 auf den Halbmarathon war ich zwar 2 min langsamer als letztes Jahr aber dafür war ich insgesamt trotzdem schneller.
Hier noch mein Race Menü:
Frühstück:
2 Brötchen mit Butter, Marmelade und Honig
0,5 liter Apfelsaftschorle
Vor dem Start
0,5l Iso
1 Sponser Gel 70g 53g KH
0,3l Wasser
Rad
2x0,75l Elotrans + 45g Maltodextrin+Wasser
1 Sponser Gel 70g
1 Sponser Gel 70 g mit Koffein
Lauf
An jeder Verpflegungstelle
ca 0,1 l Iso
oder 0,1 Cola Mix
manchmal auch Wasser
3 Isogels H5 24g KH
Summe KH 300 g
75 g KH/h

Fast so schön wie Andreas Raelert beim Laufen.
Und das obwohl ich am Donnerstag und Freitag noch mit leichtem Fieber und Durchfall im Bett gelegen hatte. Mein Tapering bestand also nur aus Liegen, Lesen und Schlafen. Vielleicht gar keine schlechte Strategie, wenn nur die Krankheit nicht wäre.

Im Ziel wurde ich sofort zur Dopingkontrolle geführt, wo ich Andreas Raelert traf. Ich freue mich immer, wenn ich eine Dopingprobe abgeben darf. Da wird zum einem klar, dass im Triathlon kontrolliert wird, und zum anderen ist es auch ein Beweis, dass ich meine Leistung ohne Doping erreiche.
Mit Luke Dragstra beim check out. Auch mit dabei mein Bike mit neuen Laufrädern.

Das nächste große Ziel heißt Frankfurt Ironman. Der Wettkampf im Kraichgau hat gezeigt, dass ich auf jeden Fall auf dem richtigen Weg bin. Natürlich darf ich in Frankfurt nicht so aggressiv auf dem Rad fahren. Aber wer schnell fahren kann, kann auch langsam fahren und Kraft für das Laufen sparen. Beim Laufen ist das Ziel progressiv den Marathon zu laufen. Also die 10 km Runden immer ein bisschen schneller zu laufen. Dazu muss ich mich aber 20 km lang bremsen.

hier der Link zum Wettkampf  mit Listen und Reports:
http://www.challenge-kraichgau.com/



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