Freitag, 25. Mai 2012

Horlacher hängt die Verfolger schnell ab

Triathlon in Rheinfelden

Endlich wieder einmal ein Sieg bei einem Triathlon! Wenn keine Profis am Start sind, kann ich noch gewinnen.
Hier ein Link zum Bericht der Badischen Zeitung:
http://www.badische-zeitung.de/triathlon-2/horlacher-haengt-die-verfolger-schnell-ab--59674927.html

Hier der Link zur Veranstalter Homepage:
http://www.sparkassen-triathlon.eu/

Bilder gibt es in der Galerie

So war's:

Am morgen musste ich schon sehr früh aufstehen um den Start um 8:15 mit direkter Anfahrt von Dielheim zu erreichen. Es war in etwa so wie vor einem Ironman nur, dass dazwischen 2 h 15 min Fahrt nach Rheinfelden lagen. Im Auto habe ich dann gefrühstückt und es gemütlich laufen lassen. Am Startort angekommen blieb nur wenig Zeit die Startunterlagen zu holen und das Rad und die Schuhe in die Wechslezone zu stellen. Der Schwimmstart war etwas weiter weg von der Wechselzone am Rhein. Ich machte mich noch kurz warm vor dem Bus und dann stieg ich ein zur Fahrt zum Start. Am Rhein prüfte ich die Wassertemperatur und konnte sofort sagen, dass das Aufwärmen heute komplett an Land stattfinden wird. Als es endlich losging froren mir gleich ordentlich die Gesichtsmuskeln ein, so kalt war es. Das Wasser im Rhein war aber schön sauber und frisch. Gleich am Start war ich vorne und reihte mich als zweiter ein. Ich war mir nicht sicher, ob ich überhaupt richtig schwimme, da ich es gar nicht gewohnt bin an der Spitze des Feldes zu schwimmen. Als mein Vordermann oder war es eine Vorderfrau etwas vom Kurs abkam, zog ich es vor mitten im Fluss zu schwimmen, wo die Strömung am stärksten ist. Und schon war ich allein in Führung. Wohl eher durch die starke Strömung bedingt als durch meine eigene Anstrengung. Bis zum Ende blieb ich in Führung nur beim Ausstieg hatte ich die Strömung unterschätzt. Ich traf zwar den Punkt genau, aber es war schwierig bei der starken Strömung aus dem Wasser zu kommen. Meine Schwimmzeit war sensationell 12 min für 1,2 km. Nach dem Ausstieg kam ein langer Weg zur Wechselzone, bei dem ich wahrscheinlich mehr Zeit gutgemacht habe als beim Schwimmen selbst, denn beim Austieg habe ich aus den Augenwinkeln noch ein paar Konkurrenten gesehen. In der Wechselzone war niemand mehr weit und breit.
Der Ausgang der Wechselzone war noch verschlossen. Offenbar hatte noch niemand mit mir gerechnet. Durch lautes Fragen nach der Richtung wurden die Helfer, dann doch auf mich aufmerksam und ließen mich auf die Strecke. Auf dem Rad hatte ich den großen Komfort eines Führungsmotorrads. Also keine Zweifel wo es langgeht, immer nur dem Motorrad hinterher. Solange das richtig fährt bin ich auch auf der richtigen Strecke. Obwohl es gab da mal einen Triathlon in Schopfheim, da hat mich das Führungsmotorrad falsch geleitet und ich musste den verpassten Streckenabschnitt später nachholen. Es war wieder ein erhebendes Gefühl einen Triathlon anzuführen und deshalb gab ich auf dem Rad richtig Gas. Eine Staffel kam auf der langen Abfahrt in der zweiten Runde noch einmal an mich ran. Auf dem folgenden Steilstück konnte ich aber wieder einen deutlichen Vorsprung herausfahren.

Viermal musste ein 20 km langer Rundkurs durchfahren werden. Der Veranstalter hatte es geschafft eine dreispurige große Straße vollständig für den Verkehr zu sperren. Das verdient Respekt. Es gab einen sehr steilen Anstieg, danach kam ein langer gleichmäßiger Anstieg mit weniger Steigungsprozenten. Die gleiche Strecke ging es auch wieder zurück. Auf der gesamten Strecke musste ich ständig treten, weil die Abfahrt nicht so schnell war. Das machte die Strecke richtig hart. Es gab keinen Meter an dem man die Beine hängen lassen konnte. Am Wendepunkt konnte ich den Abstand zu den Gegnern kontrollieren. Er wuchs von Runde zu Runde ständig an. Ich blieb aber immer auf Druck und hielt das Tempo hoch. Kein Risiko eingehen. Es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren und schon ist man seinen Vorteil los. Beim Laufen habe ich zwar niemanden zu fürchten aber man weiß ja nie. Im Nachhinein hat sich diese Taktik bewährt, denn der zweite ist mit 1:12 ziemlich schnell gerannt.
Bei der Verpflegung habe ich zum ersten mal in einem Wettkampf gleich alle Gels in die Flasche mit dem Sponsor Competition gemischt. Das ist dann zwar etwas dicker, aber es gibt keine Probleme mit dem Aufreissen der Gels und mit Müll auf der Strecke. Zur Verdünnung brauchte ich an diesem Tag nichts, da es morgens noch relativ kühl war, sonst hätte ich einfach Wasser an einer Verpflegungstelle genommen. Die zweite Flasche war normales Sponsor Competition.
Bis zum 2. Wechsel hatte ich einen schönen Vorsprung herausgefahren. Ich war immer noch am zweifeln, das kann doch nicht sein, dass ich soweit in Führung liege. Ich war halt schon lange nicht mehr bei kleineren Wettkämpfen am Start. Immer nur Ironman oder Challenge mit einer Menge Profis, da war ich mir meiner Stärke auf regionaler Ebene gar nicht mehr bewusst.
Beim Laufen ging es dann die ersten 10 km noch richtig gut und flüssig. Danach wurde es ein bißchen härter. Wenn man allein auf dem Rad vorneweg fährt, verausgabt man sich doch mehr als in einer Gruppe, bei der man immer mal wieder das Tempo rausnehmen muss um nicht in den Windschatten des Vordermannes zu geraten.
 Auf der Strecke nahm ich an jeder Verpflegungstelle immer wieder Gel aus der Flasche und Wasser dazu. Kein Isogetränk.


Diese Kombination ist für mich ideal. Auf den vier Laufrunden war es schwierig den Überblick über die Verfolger zu behalten, da nun auch die Kurztriathleten auf derselben Strecke waren. Bei ein paar Konkurrenten merkte ich mir, wo ich sie auf der Runde getroffen hatte. Keiner kam näher bis auf einen, der wie ein Staffelläufer aussah und mächtig Dampf machte. Wie sich später herausstellte, war das der spätere zweite. Er hatte aber schon nach dem Radfahren einen uneinholbaren Rückstand auf mich. Auf der zweiten Hälfte musste ich ein bißchen leiden, weil meine Schuhe zu eng gebunden waren und dadurch ziemliche Schmerzen im Fuß auftraten. Aber solange mich keine gefährdete, lief ich mein kosntantes Tempo, oder eher mein konstant abbauendes Tempo? Aber um solche Fehler für die Zukunft auszuschließen, dafür sind solche frühen Rennen ja da. Mit meinen 1:18 auf die 20 km war ich nicht ganz zufrieden. In Maxdorf war ich schon mal 1:13 gelaufen. Die Strecke in Rheinfelden ist aber schwieriger und hat ein paar Steigungen und eine fieße Treppe. Aber wenn man gewinnt ist das alles nicht so wichtig. Das war mal wieder eine schöne Bestätigung meiner Leistung und hat mich richtig motiviert. Ich sollte in Zukunft auch ein paar regionale Wettkämpfe in mein Programm einstreuen, dann kann ich auch triumphieren.
Mal schauen wie sich die Leistungen nun im Vergleich zu den Topstars in Heilbronn beim nächsten Wettkampf einordnen lassen.
Schwimmen: Meine Trainingszeiten sind etwas besser wie im Vorjahr, vor allem über 200 m bin ich schneller geworden. Das hilft sicher beim Start um in eine schnelle Gruppe zu kommen.
Radfahren: Hier ist die Leistung schwer einzuschätzen, da es keinen direkten Vergleich gibt. Ich bin aber mehr Berge mit dem normalen Rennrad gefahren in Vorbereitung auf Embrun. Ob das wirklich was bringt bleibt abzuwarten. Es macht jedenfalls viel Spaß so wie früher die Berge hoch und runter zu heizen. Das geht mit dem normalen Rennrad doch viel besser als mit dem TT-Bike. Ich kannte das Gefühl ja gar nicht mehr, weil ich für mehr als 6 Jahre gar kein Rennrad neben meiner Zeitfahrmaschen hatte.
Laufen: Die Form ist wie immer. Es ist auch schwer da noch was rauszuholen. Im Wettkampf hatte ich doch mit einem Schnitt von 3:40 min / km  gerechnet. Letztendlich sind es 3:50 min / km geworden. Wahrscheinlich habe ich zuviel in das Radfahren allein an der Spitze investiert. Mit etwas mehr Zurückhaltung und einer Gruppe wäre die 3:40 vielleicht möglich gewesen.
Insgesamt bin ich mit meiner Leistung voll zufrieden. Meine Zeit war mit 3:55 h klar unter 4 h und nur 9 min langsamer als Norman Stadler letztes Jahr. Das ist voll im Rahmen, dessen was ich optimal leisten kann.





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