Dienstag, 26. Juni 2012

Solide Leistung beim City Triathlon Heilbronn

Beim City Triathlon in Heilbronn habe ich eine solide Leistung in allen drei Disziplinen abgeliefert. Beim Schwimmen wollte ich eigentlich länger an der Spitzengruppe dranbleiben.



Nach meinen Zeiten im Becken hätte das gelingen können. Aber irgendwie war ich wohl nicht richtig positioniert und als ich mich nach vorne gekämpft hatte war ich an der Spitze einer Verfolgergruppe und die Spitzengruppe war schon 30 m weit weg. Diese Lücke konnte ich nicht mehr schließen. Also war die Taktik nun einfach: Kraft sparen bis zum Schwimmausstieg.
Die Wechselzone in Heilbronn ist ziemlich lang. Da kann man immer ein paar Plätze gutmachen. Ich hatte nur wieder dasselbe Problem mit meinen Giro Selector Aerohelm wie in Rheinfelden. Beim Aufsetzen habe ich meine Ohren eingeklemmt. Das wollte ich wieder beheben, weil ich nicht die ganzen 70 km mit umgeklappten Ohren unter dem Helm fahren wollte. Dabei ist mir wieder die Ohrenabdeckung auf einer Seite aus der Verankerung gerutscht.
Auf der Radstrecke ging es schnell richtig zur Sache. Obwohl es ständig bergauf und bergab geht ist die Strecke richtig schnell. Mit dem Zeitfahrrad kann man richtig heizen. Ich holte schnell ein paar Konkurrenten ein. Darunter auch Lothar Leder. Die spätere Frauensiegerin überholte mich zweimal, weil ich am Anfang ziemlich gleichmäßig fuhr. Am Anfang macht es keinen Sinn jeden Berg hochzusprinten und dann in der Abfahrt die Beine hochzunehmen. Ich fahre in dieser Phase immer am Berg gleichmäßig und eher zurückhaltend. Auf der zweiten Hälfte der Radstrecke kann man viel mehr Zeit gutmachen als am Anfang. Da hat jeder noch Energie.
Wie in Rheinfelden hatte ich wieder die Gels direkt in die Flasche gegeben. Doch diesmal schaffte ich die Flasche nicht. Meine zweite Flasche wurde aus dem hinteren Flaschenhalter herauskatapultiert als ich in ein Loch in der Straße fuhr. Für die nächsten Wettkämpfe schiebe ich meine zweite Flasche wieder in den Halter am Rahmen. Dort fällt sie nicht raus und ist auch besser zu greifen. Was bringt die bessere Aerodynamik mit der Flasche hinter dem Rahmen, wenn die Flasche  verloren geht?
Damit war ich wohl etwas unterversorgt mit Flüssigkeit. Ich spürte eine leichte Krampfneigung im Oberschenkel.
Auf der Radstrecke kam von hinten Thomas Heuschmidt angebraust. Er hatte ein ziemliches Tempo drauf. Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob ich da mithalten könnte. Einen Versuch war es Wert. Ich konnte dranbleiben und wir überholten bald den Abu Dhabi Profi Sven Sundberg. Es war wirklich hart an Thomas dranzubleiben. Aber wenn sich so eine Gelegenheit bietet, muss man sie nutzen und Zeit auf der Radstrecke gutmachen.
Mein Setup mit dem Zeitfahrrad mit Scheibe hinten und Jet 6 vorne war ideal. Es wehte ein heftiger Wind auch von der Seite. Mit dem Jet 6 vorne konnte ich immer in der Aeroposition bleiben. Thomas musste öfter aus der Position gehen bei starkem Seitenwind. Mein Jet 9 Vorderrad ist schneller aber schwerer im Handling bei Seitenwind, deshalb fiel die Wahl auf das Jet 6.

Der Wechsel zum Laufen ging richtig schnell, ich konnte Thomas Heuschmidt gut distanzieren. Auf der Laufstrecke merkte ich aber schnell, dass ich viele Körner auf der Radstrecke verbrannt hatte. Es fiel mir schwer zu beschleunigen. Obwohl der Abstand zu den Pros relativ gering war, waren die nächsten Konkurrenten nach vorne außer Reichweite. Ich ging die erste 5 km Runde locker an. Am Ende der zweiten Runde kam Sebi von hinten und ich lief fast einen Kilometer in seinem Tempo neben ihm her. Er schnaufte mehr als ich, aber ich konnte mich nicht so quälen wie er. Das Tempo war gar nicht so schlimm nur meine Atmung war durch Bauchweh behindert. Der Trinkgürtel war irgendwie zu eng. Die Gelflasche mit Sponser Liquid Energy hilft mir sehr, weil ich dann nur Wasser vom Veranstalter nehmen muss und keine Probleme mit dem Magen bekomme. Doch der Trinkgürtel ist lästig. Da muss ich mir noch was besseres für die nächsten Wettkämpfe überlegen und auch mal mit dem Trinkgürtel trainieren.
Am Schluss musste ich noch Thomas passieren lassen, weil sich Krämpfe anmeldeten. Ich musste das Tempo genau so dosieren, dass kein  Krampf zuschlägt. Auch waren meine Schuhe immer noch zu eng geschnürt, obwohl ich sie schon viel weiter gemacht hatte im Vergleich zu Rheinfelden. Jetzt sind sie noch weiter. Hier muss ich auch mal länger den Wettkampfschuhen trainieren.

Nach dem Wettkampf habe ich mich mal wieder mit Andi Böcherer unterhalten. Er hat ja früher in Heidelberg beim Schwimmen mittrainiert. Es ist schön, dass er es so weit geschafft hat und ich Wünsche ihm noch alles Gute in seiner Karriere, die sicher noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat.

Fazit:
In allen Disziplinen eine solide Leistung, die Pros sind nicht so weit weg. Vor allem  zu Daniel Unger ist der Abstand auf dem Rad und beim Laufen relativ gering.
Die Altersklasse 40 habe ich souverän gewonnen.
Für den Wettkampf in Immenstadt werde ich vorher ein bisschen weniger trainieren, damit ich besser ausgeruht an den Start gehen kann. Heilbronn war dagegen eher ein Vorbereitungswettkampf. Die Krämpfe haben gezeigt, dass meine Muskulatur nicht vollständig erholt war vom harten Training am Dienstag und Mittwoch. Aber im Moment steht die Vorbereitung auf den Höhepunkt in Embrun im Vordergrund. Es folgen jetzt die langen Einheiten auf dem Rad mit 5-6 h und 2,5 h Läufe.


http://www.citytriathlon-heilbronn.de/website/



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