Montag, 7. April 2014

Heidelberger Halbmarathon oder das Alter macht sich bemerkbar

Beim Heidelberger Halbmarathon hatte ich zum ersten mal das Gefühl: ich werde älter. Jetzt sind sie endlich da, die Jungen. All die Jahre habe ich mich immer gewundert, wo sie bleiben. Dennoch bin ich natürlich noch voll motiviert vorne mitzuhalten. Das  klappte auch bis km 7 recht gut.
Danach bekam ich starke Bauchschmerzen, also musste ich das Tempo bis zum Kloster richtig rausnehmen. Ab Ziegelhausen ging es wieder besser und zum ersten Mal bin ich auf den letzen 3 Kilometern nicht völlig kapput gewesen. Mit der Zeit und dem Ergebnis bin ich natürlich nicht ganz zufrieden. Ich wollte unter die ersten zehn und unter 1:20 laufen. Mit 1:22 habe ich beide Ziele klar verfehlt. Das Hauptziel ist dieses Jahr der Frankfurt Ironman. Da ist noch alles voll im grünen Bereich. Für einen kurzen Zwischencheck ist der Heidelberger Halbmarathon genau das Richtige. Jetzt weiß ich, dass ich beim Laufen noch was machen muss, wenn ich in Frankfurt um die 3 h auf dem Marathon laufen will. Das Positive am Heidelberger Halbmarathon war, dass ich überhaupt wieder einen Wettkampf laufen konnte. Im Januar musste ich das Dirty Race und später die Deutsche Meisterschaft im Wintertriathlon sausen lassen, weil meine Fusssohle so weh tat, dass ich mehrere Wochen gar nicht laufen konnte und danach nur ganz locker auf Gras. Die Schmwerzen sind jetzt völlig weg. Dafür haben sich die Waden wieder zu Wort gemeldet. Am Dienstag bin in noch 5000 m auf der Bahn gelaufen. Zum ersten Mal dieses Jahr, das war zuviel für die Muskulatur. Immer auf Gras oder weichem Waldboden und dann auf der Bahn schnell laufen, das funktioniert nicht. Die 5000 m bin ich noch sehr vielversprechend in 17:50 bei 80% HFmax gelaufen. So schnell war im bei so einem niedrigen Puls noch nie seit 2009. Also war ich recht zuversichtlich für den Wettkampf. Dann kamen aber die Halsschmerzen und ein trockener Husten. Meine Waden waren auch so verhärtet, dass ich nach Dienstag bis Sonntag keinen Schritt mehr gelaufen bin. Freitag und Samstag habe ich überhaupt nicht trainiert, weil mir die Krankheit noch in den Knochen saß. Am Sonntag war dann der erste Tag ohne Halsschmerzen. Also grünes Licht für den Wettkampf.
Das Ergebnis kann man also abhaken. Da mir jetzt mein Fuß nicht mehr weh tut, kann ich jetzt wieder vermehrt auf die Bahn oder die Strasse um richtig schnell zu laufen. Aber am liebsten laufe ich auf der alten verwilderten Bahn in Dielheim mit Grasbelag. Das erinnert mich jedesmal an Afrika. Nur ab und zu muss ich die Mulskulatur an harte Böden gewöhnen. Ich hoffe, dass meine Radform etwas besser ist, weil ich mich bis jetzt eher dem Radfahren zugewandt habe.

1 Kommentar:

  1. Das sieht alles mehr nach einem Super-Frankfurt IM aus, als nach den ersten Anzeichen hinterhältigen Alters. Auch wenn du jetzt nicht so ganz zufrieden bist, will ich dir doch zu deiner unglaublichen Leitung gratulieren.

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