Dienstag, 4. November 2014

Europameister 2014 Mitteldistanz



Souveräner Sieg in der Klasse M45

Mitteldistanz Europameisterschaften auf Mallorca

Heute nur ein kurzer post
Schwimmen im Meer, wunderbar

Schwimmen 

Ich bin in der 2. Gruppe mit Sichtkontakt zur Spitze, ein gutes Gefühl! Das Wasser ist auch warm und Schwimmen ohne Neo im Meer ist doch super, ohne Hilfsmittel nur im Trianzug. So sollte es immer sein.
Schon beim Schwimmen bin ich bei den alten (>40) ziemlich weit vorne.


Schöne Radstrecke Richtung Tramuntana

Zuerst dachte ich die Strecke wäre flach. Nach 90 km nicht mehr.

Radfahren 

Radfahren auf Mallorca ist so wirklich so schön wie oft beschrieben. Nach der Ausschreibung dachte ich das Rennen wäre flach. Am Ende der Strecke war ich eines besseren belehrt. Außerdem war ich ständig am überholen von anderen Sportlern aus vorherigen Startgruppen. Diese bissen sich immer wieder an mir fest oder überholten mich an ungünstigen Stellen wieder, als ich meinen Puls niedrig halten wollte. Dadurch musste ich einige Male über meine festgelegte Pulsgrenze gehen um nicht im Windschatten zu bleiben oder die Lutscher endgültig abzuhängen.

Ziemlich heiß heute
endlich im Ziel

Laufen

Das Laufen war richtig hart. Erstens weil die Strecke so unrythmisch zu laufen war, mit Treppenstufen, Wendepunkten und steilen Bergab- und Bergaufpassagen. Dazu eine Mischung aus Asphalt und Pflastersteinen in jeder Variation. Die ersten  zwei Runden gingen noch sehr gut, obwohl ich schon die Hitze und die Anstrengung vom Radfahren spürte. Ich konnte den Abstand zu Fabian Rahn (dem besten Deutschen) ziemlich konstant halten. Doch dann hatte ich eine kleine Krise. Die dritte und vierte Runde war dann nur noch ein Kampf und ich wurde ein paar mal überholt. Trotzdem machte es noch richtig Spaß, weil es relativ viele Zuschauer gab, die mich anfeuerten. Ich glaube die Touristen haben sich richtig gefreut, dass mal was los ist in Paguera. Durch die Nationaltrikots mit Namen und Nation drauf feuerten die Deutschen Touristen uns an und die Briten ihre Sportler. So kam ein bisschen Länderspielstimmung auf. Nebenbei liefen in den Bars die Übertragungen der Bundesliga. Wenn die Fans nicht zum Triathlon kommen, so kommt der Triathlon einfach zu ihnen.

Höhenprofil mit Herzfrequenz (rot), Geschwindigkeit blau und Temperatur (32° C)
Dieses Mal wieder ein Herzfrequenzdiagramm.
Auf der Radstrecke bin ich aggressiv gefahren und auch manchmal über 80% HFmax. Das hat mich wohl eine bessere Laufzeit gekostet. Beim Laufen bin ich konstant über 80%. Das liegt wohl an der Hitze. Am Schluss geht der Puls sogar noch mal nach oben. Ich habe also nicht überzogen und gut eingeteilt. Trotzdem geht die Laufgeschwindigkeit stark zurück (nicht dargestellt). Es war einfach sehr heiß. Selbst die Besten konnten auf der eckigen und hügeligen Strecke nicht unter 1:20 laufen. Ab der 3. Runde konnte ich mein Tempo nicht mehr halten. An der Strecke gab es nur Pepsi light und Iso. Das hat nicht genügend Brennstoff. Und ein Gel von Veranstalter hat mir nicht geschmeckt. Ich habe nur ein eigenes Gel von Sponser dabei gehabt, weil der Skinfit Anzug keine Taschen hat. Nächstes Mal muss ich wieder 2 mitnehmen. Trotzdem hat das Rennen richtig Spaß gemacht. Es war ein würdiger Saisonabschluss auf Malle. Jetzt arbeite ich erst einmal an meiner Regeneration und an meinem Winterspeck für die nächsten 4 Wochen, das heißt kein Training oder nur ganz wenig.

1 Kommentar:

  1. Gratuliere zum EM-Titel! Furcht einflößender Vorsprung!

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