Mittwoch, 10. Juni 2015

Deutscher Vizemeister im Mitteltriathlon

Immerhin der 2. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Mitteltriathlon

Es hat gerade noch für den zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Mitteltriathlon beim Ironman 70.3 Im Kraichgau gereicht. Zum ersten Mal seit langem habe ich meine Alterklasse bei einem Mitteltriathlon nicht gewonnen. Das Rennen begann eigentlich richtig gut. Beim Schwimmen konnte ich den Kontakt zur Spitze bis auf die letzten hundert Meter immer halten. Meine Zeit mit 26:38 min war auch sehr gut. Gestört hat nur, dass wir gegen Ende immer mehr Schwimmer aus der vorherigen Startgruppe überholen mussten. Da ging bei mir irgendwie mein schneller Vordermann verloren.
Auf dem Rad fühlte ich mich auch immer sehr gut bis zum Schindelberg. Da merkte ich schon, dass meine Muskulatur in den Beinen nicht wie gewöhnlich reagierte. Trotzdem hielt ich das Tempo bis zum Wechsel noch hoch. Die Verpflegung war genau im Plan. 2 Sponser Gels mit je 70 g, dazu Sponser Competition in den Radflaschen. Auf der Radstrecke war ich nur am Überholen.

So schön der getrennte Alterklassenstart beim Schwimmen ist, so blöd ist das dann später, wenn die schnellen einer AK sich mühsam durch die vorher gestarteten AKs  kämpfen müssen. Die Strecke war ziemlich voll. Ich musste oft abbremsen in Kurven. Die schnellen aus meiner AK habe ich nie gesehen. Am lästigsten ist es, wenn man einen überholt der schon 10 oder mehr Minuten auf einen verloren hat, der dann meint noch ein Strohfeuer abbrennen zu müssem und sich wieder saublöd vor einenm schiebt. 
Der Kraichgautriathlon ist ein  wunderschöner Triathlon und perfekt organisiert. Aber dieses Jahr war er mir zu voll. Überall Schlangen und Stau. Das war früher besser.

Nach dem Wechsel zum Laufen merkte ich gleich, dass die muskulären Probleme vom Schindelberg keine kurze Episode sein sollten. Ich kam nie auf mein Tempo für den Halbmarathon der früheren Tage. Bis Kilometer 4 konnte ich noch mit dem späteren Sieger mithalten. Von der Luft hatte ich keine Probleme aber die Beinmuskulatur machte einfach nicht mit. Sie fühlte sich bleischwer an. Am Ende kam nur eine 1:31 h beim Lauf heraus. Ungefähr zehn Minuten langsamer als die letzten Jahre.
Als vierter in der Altersklasse 45-49 war auch die Hawaiiqualifikation nicht mehr in Reichweite. Das war dieses Jahr auch kein Ziel. Aber wenn ich eine unglaubliche Form gehabt hätte und das Rennen souverän gewonnen hätte, hätte ich mir den Start noch überlegt. Ja, Ja, hätte, hätte Fahrradkette. So wurde mir die Entscheidung abgenommen. Das ist auch besser so. Das Startgeld wird mit 850 $ auch langsam viel zu teuer, dazu kommt noch der starke Dollar. Die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft war auch kein Ziel, weil das Startgeld mit 450 € für eine Mitteldistanz mittlerweile auch eine Dimension erreicht hat, die ich nicht mehr tolerieren möchte. Da gehe ich lieber nach Malterdingen.


Dieses Jahr ist ein Übergangsjahr für mich. Ich mache keine Langdistanz oder Ironman. Deshalb habe ich auch nicht so konsequent trainiert wie früher. Ich mache dieses Jahr mal wieder in der LBS Liga Ba-Wü mit und helfe meiner Mannschaft beim Aufstieg in die erste Liga. 
Dazu kommt noch, dass meine Tochter Elisa dieses Jahr mit dem Triathlon angefangen hat. Was mich besonders stolz macht.
Elisa 2.Platz In Mußbach


Wir trainieren jetzt öfter gemeinsam. Da habe ich mein eigenes Training etwas zurückgefahren und mich eher auf kürzere Trainingseinheiten eingestellt.

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