Dienstag, 16. Juni 2015

Full Sweep Platz eins, zwei, drei für SV Nikar in Schömberg

Sieg in der 2. LBS Cup Triathlon Liga Baden-Württemberg mit dem Auto Peters Team SV Nikar Heidelberg beim Stauseetriathlon in Schömberg

3. Platz in der Einzelwertung

Ich kann's noch! Nach dem suboptimalen Wettkampf im Kraichgau habe ich in Schömberg meine Form wieder gefunden. Radfahren war exzellent. Windschattenfahren und ein steiler Berg. Das macht Spaß. Vor allem mit einer der besten Radzeiten. Laufen hat auch sehr gut geklappt. Eine 36er Zeit auf der schweren Strecke von Schömberg das kann sich für einen 47jährigen schon bei einem 10 km Lauf allein sehen lassen. Bei einem Triathlon ist das richtig schnell. Beim Schwimmen habe ich noch den Wettkampf vom letzten Wochenende gespürt. Nach einem schnellen Start habe ich sofort die Übersäuerung in den Oberschenkeln gefühlt. Außerdem war der Start eine ziemliche Prügelei.

Wo geht's denn hin beim Schwimmen?

Immer schön die Radschuhe polieren, dann sind sie schneller

Der Wechsel zum Rad war dann ganz gut und ich hatte Glück, dass ich immer ein paar starke Radfahrer um mich hatte, mit denen ich mich nach vorne arbeiten konnte.

Schömberg ist eine meiner Lieblingsstrecken, weil der steile Berg das Feld schon beim Radfahren bereinigt. Allerdings sind viele Jungs heute so stark, dass sie lange mithalten können. Für mich war die schwere Strecke klar ein Vorteil. So konnte ich meinen Rückstand vom Schwimmen wieder aufholen. Das gelang mir aber erst in der dritten Runde, weil die erste Gruppe erst am Schluß langsamer wurde. Auf welligem Terrain ist es praktisch unmöglich auf eine große Gruppe aufzuholen. Nur ein steiler Berg bei dem man fast all out gehen muss bringt den Unterschied. Dazu kam noch die schnelle Abfahrt, bei der man auch noch einzelne Fahrer abhängen kann.
Vor dem Wechsel zum Laufen reihte ich mich dann noch ganz vorn in der Gruppe ein und ging dann als vierter auf die Laufstrecke. Vorne war schon mein Teamkollege Flo Bausch. Direkt hinter mir war Timo Hoberg. Timo lief mir gleich davon, weil ich nicht so richtig schnell los laufen konnte. Die Spritzigkeit wie in Waiblingen hatte ich heute nicht. Dennoch kam ich nach einem Kilometer wieder heran. Dann machte ich wohl den einzigen Fehler des Wettkampfs. Ich überholte Timo. Dadurch lief ich in den roten Bereich, so dass ich Timo wieder ziehen lassen musste. Jetzt musste ich mich erst wieder sammeln. Vor mir war nur noch Flo, Timo und zwei weitere Konkurrenten. Den ersten holte ich mir bei Kilometer 4. Der zweite Hannes Müller war eine härtere Nuss, weil er noch mit Timo und Flo kämpfte. Aber auf der zweiten Runde am steilsten Berg war er auch fällig. Vorher wurde ich noch von Jens Müller bei Kilometer 5 eingeholt. Doch diesmal machte ich nicht den Fehler wieder in Führung zu gehen. Ich ließ mich von ihm über die zweite Runde ziehen. Das war in den ersten Minuten ziemlich hart. Später merkte ich, dass wir immer mehr auf Hannes Müller aufholten. Zum ersten Mal nahm ich auch ein Sponser Gel auf einer Kurzdistanz, was ich früher nie gemacht habe. Aber offensichtlich hat es gewirkt. Früher hatte ich immer Angst das würde nicht aufgenommen und ich würde Magenschmerzen bekommen.
Bei Kilometer 9 kommt der steile Berg in Richtung Ziel. Ich setzte alles auf eine Karte und beschleunigte noch einmal so schnell ich konnte. Dadurch konnte ich den dritten Platz sichern. Jens Müller konnte mir nicht mehr folgen und Hannes Müller holte ich am steilsten Stück ein. Das fiese an dem Berg ist, dass er oben nach der steilsten Stelle nicht wieder bergab geht sondern noch mehrere hunder Meter in einer moderaten Steigung weitergeht. Also musste ich meinen Endspurt noch weiter ziehen bis es wirklich wieder bergab ging. Darauf war ich aber vorbereitet. Ich wußte ja was kommt. 
Die siegreiche Mannschaft vom Auto Peters Team SV Nikar Heidelberg
Das war ein richtig gutes Gefühl mit zwei Teamkameraden auf dem Treppchen zu stehen.
Dazu kommt noch, dass ich immer noch richtig schnell Radfahren und Laufen kann. Nach Kraichgau hatte ich schon an mir zu zweifeln begonnen. Aber das Training passt dieses Jahr wohl eher zu Kurztriathlons.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen