Freitag, 9. Juni 2017

Endlich Back in Business beim TRIATHLON INTERNATIONAL D’OBERNAI

1. Vétéran TRIATHLON INTERNATIONAL D’OBERNAI

10. Platz Scratch L - immer noch top ten gesamt

Endlich war es wieder soweit. Bei meinem ersten Triathlon 2017 konnte ich wieder meine alten Knochen auf Wettkampftempo bringen.
Wie schon seit mehreren Jahren ging es wieder ins Elsass zum Mitteltriathlon nach Obernai mit seiner schönen Strecke. Gleichzeitig war auch meine Tochter sehr erfolgreich über die Sprint Strecke am Start. Erster Platz bei den Juniorinnen war ihre Ausbeute. 
So sehen Sieger aus
Ich mache immer gerne eine Mittelstrecke ungefähr 5 Wochen vor dem Ironman Frankfurt um die Form und das Material zu testen.
Dieses Jahr bin ich beim Triathlon Team Zoot Europe. Das heißt es gibt einen neuen Triathlonanzug und Laufschuhe zu testen. Nach dem Sieg kann ich sagen: Test hervorragend bestanden.
Insgesamt war ich dieses Jahr ein bisschen langsamer als letztes Jahr. Das zeichnete sich schon im Training ab. An mir nagt der Zahn der Zeit. Aber auf einzelnen Abschnitten auf der Radstrecke konnte ich meine Zeiten verbessern. Das stimmt mich positiv für Frankfurt.
Beim Radfahren entschied ich mich für das Zeitfahrrad mit den hohen Zipp 808 Laufrädern vorne und hinten. In der Ebene und leicht bergab sind die Laufräder super schnell. Allerdings war am Sonntag stark böiger Wind, so dass ich auf schnellen Abfahrten immer wieder das Tempo rausnehmen musste um nicht von der Straße geweht zu werden. Das hat mich bestimmt 4 Plätze in der Gesamtwertung gekostet. Ich bin kein Risiko eingegangen. So hat mich der später drittplatzierte in einer Abfahrt überholt als ich gerade hinter einem Bus herfuhr. Der Belgier überholte mich und den Bus ohne Sicht nach vorne. Das ist mir zu gefährlich. 
Meine flacheren Zipp 404 habe ich meiner Tochter Elisa überlassen, was sich ja auch gelohnt hat.
Ich habe auch eine Gabba Jacke über meinen Triathlonanzug mit Armlingen angezogen, weil es auf 1099 m Höhe ziemlich kalt werden  sollte. 9 ° C waren vorausgesagt. Zuerst habe ich gedacht das wird zu heiß als es am Start schon 16 ° C warm war, aber es hat sich gelohnt. In den regennassen Abfahrten in den Vogesen fror ich nicht. Ich bin ziemlich empfindlich, was Kälte in den Abfahrten betrifft. Sobald ich friere, fange ich an zu zittern und dieses Zittern überträgt sich auf das Fahrrad. Das führt dazu, dass ich das Fahrrad kaum mehr beherrschen kann. Der Rahmen fängt an zu flattern, obwohl er ausreichend steif ist. Deshalb wähle ich bei bergigen Strecken mit schnellen Abfahrten immer Kleidung aus, die tendenziell zu warm ist. Letztendlich hat sich die Jacke bewährt. Auf der letzten schnellen Abfahrt stand ich trotz Jacke kurz vor einem Zitteranfall. Zusätzlich hatte ich kurze Überschuhe an und Winterhandschuhe in den Taschen der Jacke. Die Handschuhe brauchte ich zum Glück nicht. Wenn es geregnet hätte, wären sie noch nützlich gewesen.
high five mit Elisa vor dem Start


Das Schwimmen verlief ziemlich ruhig und ich konnte als 13. das Wasser verlassen.
Der Start zum Schwimmen war einer der fairsten, die ich je erlebt habe. Das ist in Obernai aber immer sehr gut.
Vor dem Schwimmstart gab es eine Schweigeminute für einen verstorbenen Organisator. Dadurch waren schon mal alle Starter ruhig gestellt. Der Start erfolgte von Land und niemand wagte es vor dem Startsignal ins Wasser zu gehen. Auch in der Startphase im Wasser gab es keine Schlägerei. Ich reihte mich ein und fand gleich einen guten Rhythmus. Nach einer Videoanalyse durch meinen Schwimmtrainer Benja Herrera achtete ich seither auf meinen linken Arm. Er muss auch den gesamten Bewegungzyklus ausführen. Ich denke, das hat schon etwas gebracht. Ich konnte das Tempo gut halten.
Ich war dennoch nicht schneller als letztes Jahr. Die Zeiten waren aber insgesamt langsamer.
sortie à l‘australienne

Gleich beim Start zum Rad verlor ich meine Flasche zwischen den Extensions. Das ist gut für die Aerodynamik aber nicht für die Ernährung. Aber da es nicht heiß war, bekam ich keine Probleme mit der Flüssigkeitszufuhr. Ich hatte ja immer noch eine Flasche mit Sponser Competition am Rahmen und eine weitere Flasche mit 3 Sponser Gels aufgelöst in Wasser. Das reichte auch für die 80 km.

Bergauf lief es auf der Radstrecke exzellent. Ich konnte einige Fahrer abhängen. Leider kamen sie bergab wieder zurück, weil ich auf den teilweise nassen Abfahrten kein Risiko einging. Dazu rüttelte der stark böige Wind gehörig an meinem Vorderrad.
Trotzdem genoss ich die Radstrecke über die Vogesen in vollen Zügen.

Durch meine langen Radtouren fiel mir das Radfahren dieses Jahr nicht schwer.
Auch das Laufen war kein Problem. Klar, zum Ende hin wurde ich langsamer. Aber wer wird das nicht auf einer Strecke mit 330 Höhenmetern.
In den letzten  Jahren hatte ich beim Laufen noch einen höheren Topspeed. Das geht irgendwie nicht mehr so gut. Dafür tut es auch nicht mehr so weh. Alles ist eher gleichmäßiger. Ich konnte sogar noch sechs Plätze nach dem Radfahren gutmachen. Am Ende reichte es wieder zu einem Platz unter den Top Ten gesamt und dem souveränen Sieg in der Altersklasse Veterans.
gleichmäßig im Anmarsch

Im neuen Zoot Tri Outfit
Jetzt kommt noch ein langes Trainingswochende in der Vorbereitung auf Frankfurt. Danach ist nur noch der Feinschliff angesagt, mit reduziertem Umfang aber höherer Intensität.


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