Dienstag, 29. August 2017

Es rollt in Viernheim 36 Minuten über 10 km im Triathlon

Sehr gutes Gefühl und Altersklassensieg beim Viernheimer Triathlon

So wie beim Viernheimer Triathlon sollte ein Wettkampf immer laufen. 
Beim Schwimmen dranbleiben, beim Radfahren dosiert schnell fahren und beim Laufen immer schneller werden.
Besonders auf meine Laufzeit von 36:45 min über die 10 km bin ich besonders stolz. Das war mal wieder eine richtig schnelle Zeit. Ich dachte schon, ich schaffe in meinem Alter keine konkurrenzfähige Laufzeit mehr. Am Sonntag in Viernheim war das richtig easy. Ich konnte meine Marschroute voll umsetzen. In der ersten 3,3 km Runde von 3 machte ich locker schnell, in der zweiten mittel schnell und in der letzen richtig schnell. Den Kilometer von 8 auf 9 lief ich am schnellsten im ganzen Rennen in 3:38 min und dazu habe ich mich immer noch super gefühlt. Ich musste mich überhaupt nicht quälen, so wie zuletzt in Heidelberg. Wenn es läuft, dann läuft's halt. 
Beim Schwimmen hatte ich schon ein gutes Gefühl. Ich war zwar in der zweiten Startgruppe, aber mit der Hessenliga waren dort genügend schnelle Schwimmer am Start, an die ich mich dranhängen konnte. Die Zeit von 20:30 min ist jetzt nicht überragend, aber ich hatte immer ein gutes Gefühl im Wasser und ich konnte die ganze Zeit den Wasserschatten von schneller Schwimmenden halten.
Beim Radfahren kam zum ersten mal mein neues Bike zum Einsatz. Ich hatte vorne nur ein Zipp 303 drin, weil ich beim Training im Odenwald ein paar mal richtig von der Straße bei starkem Wind gefegt wurde. Der war am Sonntag in Viernheim nicht da. Ich hätte also locker auch mit einem 808 fahren können, wie Sebi Kienle. Auch hatte ich einen normalen Straßenhelm auf, und nicht den Aerohelm. Es sollte heiß werden und ich wollte mich beim Wettkampf gut fühlen. Es war aber nicht so heiß. Mit dem Aerohelm wäre es auch gegangen.
Auf dem Rad hatte ich gleich einige Begleiter die sich partout nicht überholen lassen wollten. Also musste ich bergauf bis zum Ende der Juhöhe Tempo rausnehmen und warten bis sich die Jungs ausgetobt hatten. Bergab nahm dann einer mehr Risiko und fuhr davon. Mein anderer Begleiter nahm zu viel Risiko und fuhr auf eine Verkehrsinsel. Nur durch unglaubliches Glück und einen Sprung konnte er sich vor einem Sturz bei Tempo 60 retten. Das zeigt mal wieder, dass es sich nicht lohnt bei einem Triathlon sein Leben zu riskieren. Lieber fahre ich ein paar Sekunden langsamer und komme gesund an.Trotz vorsichtiger Fahrweise konnte ich immer noch eine sehr gute Radzeit realisieren. Auch das Fahren auf der Ebene lief gut. Sonst verliere ich dort eher durch mein geringes Gewicht. Aber durch hohe Frequenz versuche ich diesen Nachteil wegzukurbeln. Außerdem schone ich die Beine fürs Laufen. 
Nach dem Wechsel konnte ich sofort schnell loslaufen. Fast ohne Anstrengung konnte ich mein Tempo aufnehmen. Ich hatte zuerst noch Bedenken, weil ich den Wettkampf aus der Vorbereitung auf die Europameisterschaften Langdistanz in Almere bestritt. Am Donnerstag hatte ich noch ein relativ hartes Intervalltraining gemacht. Der Dienstag war auch nicht ohne mit Tempo auf dem Rad und einem 8 km Koppellauf. Dafür habe ich am Mittwoch und Freitag die "Fülltrainings" auf dem Rad und beim Laufen weggelassen. Vielleicht sollte ich das in Zukunft immer machen. Die kosten nur Zeit und sind immer schwierig einzubauen und der Nutzen ist wahrscheinlich begrenzt. 
Beim Laufen hatte ich immer ein super Gefühl. Es strengte überhaupt nicht an. Ich konnte es richtig rollen lassen. Es war auch nicht zu heiß, weil die Sonne nicht richtig durch die Wolken kam und große Teile der Laufstrecke im Schatten lagen.
Das sind doch die besten Wettkämpfe bei denen man scheinbar mühelos sein Tempo laufen kann und es richtig Spaß macht. Auf dem Runden konnte ich auch immer den Abstand zu den Topstartern sehen. Wenn ich einen an der gleichen Stelle wieder traf, war ich gleich schnell, wenn ich ihn vorher oder nachher traf, dann war er schneller oder ich schneller. Und es waren nicht viele schneller; einige waren sogar langsamer. Das motivierte mich zusätzlich für meine letzte schnelle Runde.
So kam ich dann auch relativ weit vorne ins Ziel als 19. insgesamt. Der Rückstand auf Sebi und Timo war auch nicht so groß. Meine Alterklasse habe ich wieder souverän gewonnen.
Ich sollte die Wettkämpfe immer als Trainingswettkämpfe fokussieren. Dann setze ich mich nicht selbst so unter Druck. Scheinbar ist meine Form auch ganz gut zur Zeit. 
Für die Europameisterschaften in Almere sollte jetzt alles in den richtigen Bahnen laufen. Mal sehen, ob die Form auch über die Langdistanz stimmt. Aus meinen Fehlern in Frankfurt habe ich Konsequenzen gezogen. Ich habe jetzt nur noch normale Flaschenhalter am Rad. Wenn ich also eine Flasche verliere, kann ich an jeder Verpflegungsstation eine neue ans Rad stecken. Außerdem habe ich bei CORE einen Ernährungsplan aufgestellt und schon im Training getestet. Dann habe ich noch mal meine besten Ironman Wettkämpfe analysiert und gesehen, dass ich nicht zu viel Gel auf einmal nehmen darf, sonst beschwert sich der Magen. Alles schön verteilt und weniger als gedacht. Ich muss eher mehr trinken auf dem Rad und zwar Wasser und Iso.




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