Mittwoch, 30. Januar 2019

The Spirit of Dirty Racing

Das Dirty Race hält immer was es verspricht

Kurz vor dem Dirty Race hatte es noch so ausgesehen, als ob es hart gefroren sein würde und wenig Dreck aufgeschleudert werden wird. Aber am Wettkampftag wurde es wärmer und es taute und der Matsch kam wieder raus. Also doch wieder dirty.

Perfekter Saisonstart mit Altersklassen Sieg

Ich plane die Saison immer in kleineren Zyklen bis zu den Höhepunkten. Die Planung für 2019 sieht so aus:
  1. Zyklus 8 Wochen bis zum Dirty Race mit eher kurzen Trainingseinheiten im Winter für die Anforderungen etwa 5 km Laufen im Schnitt von 3:35 min/km und kurze Radeinheiten mit Technik auf dem MTB oder auf der Rolle mit kurzen Intervallen.
  2. Zyklus 12 Wochen bis zum Heidelberger Halbmarathon. Ziel ist das Tempo im Laufen von 3:35 min/km oder schneller über längere Distanzen aufrecht zu erhalten. Auf dem Rad langsamer Umstieg auf das Rennrad oder das Triathlonrad, wenn es wärmer wird und Gewöhnung an längere Ausfahrten bis 4h. Am liebsten würde ich mich auf einen Mitteldistanztriathlon vorbereiten aber in Deutschland gibt es Anfang April noch keine.
  3. Zyklus 12 Wochen spezifische Vorbereitung auf den Ironman Frankfurt. Beim Laufen liegt der Fokus auf längeren Intervallen ohne das Tempo zu verlieren, dazu lange Läufe für den Marathon. Auf dem Rad kommen dann die längeren Touren über 5 h dazu. Sobald das Freibad aufmacht steigere ich auch den Schwimmumfang. Der Ironman 70.3 im Kraichgau dient dann als Generalprobe für Frankfurt und local Race.
Das Dirty Race war also mein erster Höhepunkt dieses Jahr. Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden.
Beim ersten Lauf konnte ich mein Zieltempo von 3:35 min/km relativ gut halten, außer ganz hinten, wo es bergauf geht. Dort lag auch Schnee und der Grip war eher schlecht mit meinen Nike Streak.
Beim ersten Lauf im Mittelfeld

Beim Radfahren nehme ich immer die Triathlonschuhe um schneller wechseln zu können. Das geht beim Dirty Race immer, weil man nirgends absteigen muss. Auf dem MTB wollte ich in der zweiten Runde am Anstieg Vollgas geben um meinen Maximalpuls zu erreichen. Vollgas habe ich dann auch gegeben, aber der Puls stieg nur auf 160. Das kann nicht das Maximum sein. Beim Laufen wollte ich das auch ganz am Schluss machen. Da erreichte ich nur 159. Wahrscheinlich ist das Dirty Race zu hart für die Muskulatur um noch den Maximalpuls zu erreichen oder mein Maximalpuls ist einfach nicht mehr viel höher.
Der zweite Lauf war nicht mehr ganz so schnell wie gewünscht aber ich konnte zum Schluss das Tempo noch steigern. Zum Glück hatte ein zweites Paar Schuhe in der Wechselzone deponiert. Das ist immer ganz gut bei einem Duathlon, wenn die Schuhe vom ersten Lauf nass werden oder beim Ausziehen weiter weg fliegen. Dann kann man die neuen Schuhe schneller anziehen. Außerdem hatten die neuen Schuhe mehr Profil für den Schnee auf der Runde.
Zweite Runde MTB Vollgas

Beim ersten Lauf war ich noch relativ weit hinten. Beim ersten Wechsel habe ich schon einige überholt und beim MTB Part hat es mich dann noch weiter nach vorne gespült. Beim letzten Lauf wäre vielleicht noch der 9. Platz drin gewesen aber ein Kilometer war nur bei 4 min/km. Da war ich wohl nicht ganz konzentriert und habe mehr an das Ausruhen gedacht als an Attacke.
Am Schluss kam dann der elfte Gesamtrang heraus und der 1. Platz in der M50.
Im Ziel, erster in der Style Wertung mit Team Zoot

Auf Facebook habe ich meine persönliche History über das Dirty Race veröffentlicht. Dabei habe ich bemerkt, dass ich seit 2006 oder vielleicht schon noch früher dabei war. Dazwischen gab es immer wieder ein paar Lücken. Der Hauptgrund war meistens, dass ich kein konkurrenzfähiges MTB hatte. Jetzt macht mir das nichts mehr aus. Ich fahre immer noch ein 26 Zoll Rad und es geht auch, wie man sieht. Vor allem macht das Dirty Race saumäßig Spaß. Deshalb ist es ja auch mein erster Höhepunkt des Sportjahres.